 Aufkleber auf Kaffeeprobe im Begrüßungsbrief an Neubürger der Stadt. |
Projekt: Rathaus als Vorreiter zur Verwendung von Produkten aus fairem Handel
Die Eine-Welt-Arbeit hat in Rheinstetten eine lange Tradition. Neue Impulse brachte mit einer breiten Bürgerbeteiligung die Aufstellung der Lokalen Agenda 21 im Herbst 2000. Damit verbunden war die Einrichtung einer festen Anlaufstelle in der Verwaltung sowie die alljährliche Bereitstellung eines ausreichenden Budgets. Aus einem Diskussionsforum der Lokalen Agenda 21 ging am 15.02.2001 der Arbeitskreis "Eine Welt" hervor, der sich die Aussage eines Maya-Bauern zur Leitlinie seiner Arbeit machte: "Wir wollen keine Entwicklungshilfe, sondern an einer Wirtschaft teilhaben, die uns ein würdiges Leben ermöglicht".
Das Mittel zu diesem Ziel ist der Faire Handel. Nach der Devise der Lokalen Agenda - "Global denken - lokal handeln" - sollen deshalb hier in Rheinstetten die Ziele des Fairen Handels vermittelt und seine Produkte in die Einkaufskörbe gebracht werden.
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 Aufkleber auf in Rheinstetten verkaufte Fairprodukte. |
"Johannesburger Erklärung" und "Rheinstettener Erklärung"
"Global denken - lokal handeln" - Motto der Lokalen Agenda 21
2002 wurde mit der Verabschiedung der "Rheinstettener Erklärung" die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Ländern des Südens auf eine breite programmatische Basis gestellt und als Ziel von Verwaltung und Politik fest verankert. Rheinstetten schließt sich damit der Johannesburger Erklärung von 2002 an, in der sich die Kommunen weltweit verpflichten, den Marktzugang für Waren aus Entwicklungsländern zu stärken.
Viele kleine Schritte sind seitdem in enger Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis "Eine Welt" und der Stadtverwaltung erfolgt: Einführung von Storchenkaffee in Vereinen, Betrieben und Stadtverwaltung; jährliche Aktionen im Rahmen der "Fairen Woche"; Ausstellungen und Informationsabende; Beteiligung an internationalen Kampagnen wie "Fit for fair", Präsenz bei Vereinsfesten und Messen und manches mehr. Von besonderer Bedeutung sind die Beteiligungen an der Kampagne "fair feels good" der Bundesregierung sowie an der Milleniumskampagne. Wir sind der festen Überzeugung, dass der Faire Handel die Armut mindert und dazu beiträgt, die UN-Milleniumsziele 2015 zu erreichen.
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 Aufkleber auf Rheinstettener Agenda-Kaffee. |
Ein wichtiger Meilenstein für ein konsequentes Handeln im Alltag der Stadtverwaltung war 2004 der Erlass der "Dienstanweisung zum Kauf fair gehandelter Waren" durch Oberbürgermeister Gerhard Dietz. Diese Dienstanweisung wirkt seitdem nach innen wie nach außen. Intern verpflichtet sie alle städtischen Beschäftigten bestimmte Waren ausschließlich aus Fairem Handel zu beschaffen, zudem hat sie eine intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik bewirkt. Nach außen hat die Dienstanweisung Vorbildcharakter für Bürger, Vereine und Unternehmen in Rheinstetten. Überregional dient Sie als Vorbild für vergleichbare Aktivitäten anderer Kommunen.
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Eines von 5 Plakaten unserer Serie für Fair-Produkte (Format: DIN A2).
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Marktgerechte Produktwerbung
Neben einzelnen Aktionen versuchen wir gemeinsam durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zur Bewußtseinsentwicklung unserer Bürgerinnen und Bürger beizutragen. Im städtischen Amtsblatt informiert der Arbeitskreis wöchentlich über Produkte des fairen Handels und weltpolitische Zusammenhänge. Zu besonderen Veranstaltungen und Ereignissen werden ganzseitige Artikel geschrieben. Ergänzt werden diese Informationen durch eine plakative Medienarbeit der Stadtverwaltung in Form von Anzeigen und Plakaten. Faire Produkte müssen professionell angeboten werden, denn sie brauchen den Vergleich mit herkömmlicher Ware nicht scheuen.
Neubürger der Stadt erhalten in Ihrem Begrüßungsbrief nicht nur den Fairkaufsführer sondern auch eine Probe Storchenkaffee mit Widmung des Oberbürgermeisters. Tischaufsteller mit Rezepten informieren bei Veranstaltungen über die verwendeten fairen Getränke. Faire Produkte im Handel werden mit einheitlichen Aufklebern versehen. Insgesamt möchten wir damit faire Produkte mit einem positiven Lebensgefühl verbinden und innerhalb der Stadt für dieses Anliegen ein "Wir-Gefühl" erzeugen.
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Preisverleihung 2003 beim Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels"
Preisverleihung 2005 beim Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" |
Anerkennung für die gemeinsame, erfolgreiche Arbeit
Motivation für unsere Arbeit gibt uns das gemeinsame Ziel, aber auch die Anerkennung von außen. So haben wir uns sehr darüber gefreut, dass wir beim bundesweiten Wettbewerb "Hauptstadt des fairen Handels" 2003 einen Sonderpreis und 2005 einen 3. Preis erhalten haben. Hinzu kommen verschiedene Auszeichnungen und Preise des Landes Baden-Württemberg für innovative Projekte der Lokalen Agenda 21. In verschiedenen Publikationen wurden gemeinsame Projekte als hervorragende Beispiele von Lokalen Agenda 21 - Projekten vorgestellt.
Detaillierte Informationen über Aktivitäten der Vergangenheit liefert die Homepage des Arbeitskreises www.eine-welt-rheinstetten.de, direkten Kontakt zum Arbeitskreis erhalten Sie über Hildegard Huber unter Telefon 07242/5960. Kontakt zur Stadtverwaltung können Sie unter martin.reuter@rheinstetten.de oder Telefon 07242/9514-150 aufnehmen.
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Weitere vier Plakate unserer Serie für Fair-Produkte:
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Tischaufsteller für Dekrotation bei Festlichkeiten:
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